Definition
Ein Energiemanagementsystem, kurz EMS, ist die intelligente Steuerung eines Batteriespeichers. Es überwacht laufend Erzeugung, Verbrauch und je nach Konfiguration auch die Strompreise und entscheidet vollautomatisch, wann der Speicher geladen, entladen oder Strom ins Netz eingespeist wird. Das EMS ist damit das Gehirn der gesamten Speicheranlage.
Warum Energiemanagementsystem wichtig ist
Ein Batteriespeicher entfaltet seinen wirtschaftlichen Nutzen erst durch die richtige Steuerung. Das EMS sorgt dafür, dass mehrere Ziele gleichzeitig erreicht werden, etwa Lastspitzen kappen, Eigenverbrauch erhöhen und in teuren Zeiten kein Netzstrom bezogen wird. Diese Mehrfachnutzung, auch Multi-Use genannt, maximiert die Ersparnis ohne manuelles Eingreifen.
Praxisbeispiel
Aus der Praxis
Das EMS erkennt, dass mittags viel Solarstrom anfällt, und lädt den Speicher. Kündigt sich nachmittags eine Lastspitze durch anlaufende Maschinen an, gibt es gezielt Energie ab. Steigen abends die Börsenpreise, vermeidet es teuren Netzbezug. All das geschieht automatisch im Hintergrund.
Häufige Fragen
Muss ich das EMS selbst bedienen?
Nein. Das EMS arbeitet vollautomatisch nach den einmal festgelegten Zielen. Sie müssen nicht eingreifen, können den Status moderner Systeme aber jederzeit einsehen.
Kann ein EMS mehrere Aufgaben gleichzeitig erfüllen?
Ja, das ist sogar sein größter Vorteil. Ein gutes EMS kombiniert Lastspitzenkappung, Eigenverbrauch und Strombezugsoptimierung parallel, was als Multi-Use bezeichnet wird.
Verwandte Begriffe
Das Gehirn, das den Speicher automatisch steuert?
Speicher für Gewerbe und Industrie