Definition
Die Stromrechnung gewerblicher Verbraucher besteht aus zwei zentralen Teilen. Der Arbeitspreis wird pro verbrauchter Kilowattstunde berechnet. Der Leistungspreis dagegen richtet sich nach der höchsten bezogenen Leistung, meist nach dem höchsten 15-Minuten-Mittelwert im Jahr, und wird pro Kilowatt abgerechnet. Er bezahlt die bereitgestellte Kapazität, unabhängig von der tatsächlich verbrauchten Menge.
Warum Leistungspreis und Arbeitspreis wichtig ist
Der Leistungspreis ist für viele Betriebe ein unterschätzter Kostentreiber. Da er sich nach der höchsten Spitze richtet, kann eine einzige kurze Lastspitze die Kosten für ein ganzes Jahr bestimmen. Genau hier setzt ein Batteriespeicher mit Peak Shaving an, indem er diese Spitze kappt und den abgerechneten Leistungswert senkt.
Praxisbeispiel
Aus der Praxis
Ein Betrieb mit einer Jahresspitze von 120 kW zahlt bei einem Leistungspreis von 150 Euro pro kW jährlich 18.000 Euro allein für die Leistung. Senkt ein Speicher die Spitze auf 95 kW, sinkt dieser Posten auf 14.250 Euro, eine Ersparnis von 3.750 Euro pro Jahr.
Häufige Fragen
Ab wann zahle ich einen Leistungspreis?
Der Leistungspreis wird in der Regel ab einem Jahresverbrauch von rund 100.000 Kilowattstunden relevant, ab dem eine registrierende Lastgangmessung erfolgt. Kleinverbraucher zahlen den Anteil indirekt über den Arbeitspreis.
Wie senke ich den Leistungspreis?
Indem die höchste Lastspitze reduziert wird. Ein Batteriespeicher fängt diese Spitzen ab (Peak Shaving) und senkt so den abgerechneten Leistungswert dauerhaft.
Verwandte Begriffe
Die zwei Bestandteile der Gewerbe-Stromrechnung?
Speicher für Gewerbe und Industrie