← Glossar

Peak Shaving (Lastspitzenkappung)

Wirtschaft

Definition

Peak Shaving, auf Deutsch Lastspitzenkappung, bezeichnet das gezielte Abfangen kurzer, hoher Stromlastspitzen durch einen Batteriespeicher. Der Speicher springt genau in dem Moment ein, in dem der Strombedarf seinen Höchstwert erreicht, und senkt so die für die Abrechnung entscheidende Spitzenlast. Für Gewerbebetriebe ist das oft der schnellste Hebel zur Senkung der Stromkosten.

Warum Peak Shaving wichtig ist

Betriebe mit leistungsgemessenem Stromtarif zahlen einen Leistungspreis, der sich nach der höchsten gemessenen Leistungsspitze im Abrechnungszeitraum richtet, meist nach dem höchsten 15-Minuten-Mittelwert im Jahr. Schon eine einzige kurze Spitze kann die Kosten für das ganze Jahr nach oben treiben. Ein Speicher, der diese Spitze abfängt, reduziert den abgerechneten Leistungswert dauerhaft und macht sich dadurch oft schnell bezahlt.

Praxisbeispiel

Aus der Praxis

Ein Metallverarbeiter hat durch das gleichzeitige Anlaufen mehrerer Maschinen kurze Lastspitzen von 120 kW, obwohl die Grundlast deutlich niedriger liegt. Ein Batteriespeicher deckt diese Spitzen aus dem Speicher und senkt die abgerechnete Leistung beispielsweise auf 90 kW. Bei einem Leistungspreis von 150 Euro pro kW und Jahr spart das mehrere tausend Euro jährlich.

Häufige Fragen

Ab wann lohnt sich Peak Shaving?

Sinnvoll wird Peak Shaving vor allem für Betriebe mit leistungsgemessenem Tarif und ausgeprägten Lastspitzen, in der Regel ab einem Jahresverbrauch von rund 100.000 Kilowattstunden. Entscheidend ist aber nicht der Verbrauch allein, sondern das Lastprofil. Eine Lastganganalyse zeigt das genaue Potenzial.

Brauche ich für Peak Shaving eine PV-Anlage?

Nein. Peak Shaving funktioniert auch ohne eigene Solaranlage, weil der Speicher die Spitzen unabhängig von der Stromquelle abfängt. In Kombination mit PV lassen sich aber zusätzliche Einsparungen erzielen.

Lastspitzen kappen und den Leistungspreis senken?

Speicher für Gewerbe und Industrie