Definition
Der Lastgang ist die Aufzeichnung des Stromverbrauchs eines Betriebs über die Zeit, üblicherweise in 15-Minuten-Schritten. Über ein Jahr ergeben sich so rund 35.000 Messpunkte. Das daraus erkennbare typische Muster wird als Lastprofil bezeichnet. Beide zusammen zeigen, wann ein Betrieb wie viel Leistung benötigt.
Warum Lastgang und Lastprofil wichtig ist
Der Lastgang ist die Grundlage jeder sinnvollen Speicherauslegung. Erst wenn klar ist, wann die Lastspitzen auftreten und wie der Verbrauch über den Tag verteilt ist, lässt sich ein Speicher richtig dimensionieren. Betriebe ab etwa 100.000 Kilowattstunden Jahresverbrauch werden ohnehin per registrierender Lastgangmessung erfasst.
Praxisbeispiel
Aus der Praxis
Die Lastganganalyse eines Hotels zeigt morgens und abends deutliche Spitzen durch Küche und Gäste. Anhand dieses Musters lässt sich der Speicher so auslegen, dass er genau diese Spitzen abfängt und nicht unnötig groß dimensioniert wird.
Häufige Fragen
Woher bekomme ich meinen Lastgang?
Bei leistungsgemessenen Anschlüssen stellt der Netzbetreiber oder Messstellenbetreiber die Lastgangdaten bereit. Wir werten diese für die Speicherauslegung aus.
Brauche ich für die Auslegung den kompletten Lastgang?
Ein aussagekräftiger Zeitraum hilft, typische Muster und Spitzen zu erkennen. Je vollständiger die Daten, desto genauer die Auslegung.
Verwandte Begriffe
Der zeitliche Verlauf des Stromverbrauchs?
Speicher für Gewerbe und Industrie